Module DR2122

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Nichtionisierende Strahlung (Elektrosmog) - Rechtsgrundlagen, technische Aspekte, Vorsorge und Gesundheit

ResponsablesDanielle Breitenbücher, BAFU, Bern
Markus Gugler, NED - TECH GmbH, Deitingen
Axel Hettich, Leiter Nichtionisierende Strahlung, Lufthygieneamt beider Basel, Liestal
Mauranne Riesen, BAFU, Bern
Durée1 jour
Date30.03.2021
LieuZollikofen
Frais de participationCHF 630.-
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Zusammenfassung

 

Die Thematik rund um nichtionisierende Strahlung – in der Umgangssprache auch als Elektrosmog bekannt – ist vielschichtig.

Der Kurs vermittelt die rechtlichen Grundlagen und zeigt exemplarisch das Vorgehen vom Baugesuch über die Bewilligung der Anlage, zu Kontrollen, Änderungen und einer eventuellen Sanierung auf. Die technischen Grundlagen, sowie Berechnungs- und Messmethoden der Strahlung werden dargelegt und Massnahmen zur Reduzierung aufgezeigt. Die gesundheitlichen Auswirkungen werden im Rahmen des Vorsorgeprinzips beleuchtet. Der Schwerpunkt des Kurses liegt auf der hochfrequenten Strahlung (Mobilfunkanwendungen).

Der Lehrgang Umweltrecht steht unter der Schirmherrschaft des Bundesamts für Umwelt, der KVU Konferenz der Vorsteher der Umweltschutzämter, der KOK Konferenz der Kantonsförster und der VUR Vereinigung für Umweltrecht. Die Einzelkurse werden von der ÖBU, ARPEA, Ecoparc, CHGEOL und der VUR empfohlen. Ihre Mitarbeitenden oder Mitglieder erhalten Rabatt auf die Teilnahmegebühr (siehe Teilnahmebedingungen).

 

Worum geht es?

 

Nichtionisierende Strahlung (NIS) ist allgegenwärtig, sei es im Zusammenhang mit Funkanwendungen (Wireless-LAN, DECT-Telefon, Mobilfunk oder sonstigen Funkanwendungen), oder mit der Bereitstellung und Nutzung von elektrischer Energie (Transformatorenstationen, Übertragungsleitungen, Eisenbahnen oder bei elektrischen Hausinstallationen). Dementsprechend häufig ist nichtionisierende Strahlung ein Thema, sei es bei der Genehmigung, bezüglich Vorsorge und Gesundheit, bei der Einhaltung von Grenzwerten oder der Reduzierung der Belastung.

Was möchten wir erreichen?

Die Teilnehmenden kennen nach dem Kurs die Rechtsgrundlagen und können sie anwenden. Sie sind mit den grundlegenden technischen Fakten vertraut, wissen insbesondere, welche Quellen welche Strahlenbelastung erzeugen und kennen Möglichkeiten, die Strahlenbelastung zu reduzieren.

Sie können Fragen auf der rechtlichen und sachlichen Ebene angehen, sowie Aussagen zu diesem Thema kritisch hinterfragen.

Was ist der Inhalt?

Im Kurs stehen folgende Aspekte im Vordergrund:

  • Technische Grundlagen: was ist nichtionisierende Strahlung überhaupt?
  • Quellen nichtionisierender Strahlung, Berechnungs- und Messmethoden gemäss Empfehlungen BAFU/METAS;
  • Was sagt das Recht zum Thema? Umweltschutzgesetz (USG), Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV), Vollzugshilfen;
  • Korrektes rechtliches Vorgehen im Lauf des Lebenszyklus der Anlage: Baugesuch, Bewilligung, Kontrolle, Änderung, Sanierung;
  • Elektrosmog und Gesundheit: Fakten, Risiken, Ungewissheiten
  • Reduzierung der Strahlenbelastung durch rechtliche Auflagen, technische Massnahmen und persönliches Verhalten.

Wie werden wir arbeiten?

Erfahrene Expertinnen und Experten von Behörden und Privatwirtschaft vermitteln praxisnah Grundlagen und geben zu den wichtigsten Themen einen vertieften Einblick. Die theoretischen Grundlagen werden anhand von aktuellen Bbeispielen und Rechtsfällen illustriert. Anhand von Rechtsfällen können die Teilnehmenden das korrekte rechtliche Vorgehen üben.

Zielpublikum

Der Kurs richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstellen von Bund, Kantonen und Gemeinden, die mit dem Vollzug des Umweltrechts bei NIS-relevanten Anlagen konfrontiert sind, an Umweltverantwortliche von Betreibern, Industrie und Gewerbe, Immobilienbesitzer und -verwalter, Vertreter von Banken und Versicherungen, an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Planungs- und Umweltberatungsbüros sowie an Natur- und Umweltschutzorganisationen.

Unsere Umweltrechtkurse richten sich einerseits an Praktikerinnen und Praktiker ohne juristische Ausbildung, die mit Rechtsfragen (Genehmigungen, Stellungnahmen, Vernehmlassungen, etc.) zu tun haben, aber auch an Juristinnen und Juristen, die neu mit Umweltrecht in Berührung kommen.

Vorkenntnisse

Die Inhalte des Moduls „Umweltrecht für PraktikerInnen“, insbesondere die wichtigsten umweltrechtlichen Instrumente sowie die verfahrensrechtlichen Vorgehensweisen werden als bekannt vorausgesetzt.
In diesem Kurs werden keine grundlegenden Prinzipien oder Instrumente des Umweltrechts behandelt.