Modul DR1825

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Naturschutz- und Waldrecht für PraktikerInnen: Arten- und Lebensraumschutz - Schutz und Nutzen des Waldes

Kursleiter/innenThomas Abt, Generalsekretär der Konferenz Wald, Wildtiere und Landschaft KWL, KWL, Bern
Christian Kilchhofer, Ecoptima AG, Bern
Dauer2 Tage
Daten14.06.2018 und 15.06.2018
OrtBern-Liebefeld
Anmeldeschluss25.05.2018
Die Anmeldung ist nach wie vor möglich.
TeilnahmegebührenCHF 890.-
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Zusammenfassung

Der Schutz der Natur und der Landschaft sowie die Erhaltung des Waldes und der Artenvielfalt sind wichtige Gegenstände des Umweltrechts, die ausserhalb des Umweltschutzgesetzes geregelt sind. Der Kurs behandelt das Wald- und Jagdgesetz, sowie den Naturschutzteil des Natur- und Heimatschutzgesetzes mit den dazugehörigen Instrumenten und Prinzipien und zeigt das methodisch korrekte Vorgehen in Konfliktfällen zwischen Schutz und Nutzung auf.

Der Kurs endet am Freitag bereits um ca. 12.45 Uhr. Anschließend sind alle Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen, dies gibt noch einmal eine Gelegenheit für den Austausch mit den anderen KursteilnehmerInnen und Referenten.

Der Lehrgang steht unter der Schirmherrschaft des Bundesamts für Umwelt, der KVU Konferenz der Vorsteher der Umweltschutzämter, der KOK Konferenz der Kantonsförster und der VUR Vereinigung für Umweltrecht. Ihre Mitarbeitenden oder Mitglieder erhalten Rabatt auf die Teilnahmegebühr (siehe Teilnahmebedingungen).

Worum geht es?

Wald-, Natur- und Heimatschutz- sowie Jagdgesetz sind von zunehmender praktischer Bedeutung, gerade auch im Licht der Forderung nach dem Bau von Anlagen für erneuerbare Energien und erhöhtem Nutzungsdruck der Landwirtschaft und der Erholungssuchenden. Bei Genehmigungen, Bewilligungen und Entscheiden ist zwischen Schutz und Nutzen abzuwägen.

Was möchten wir erreichen?

Die Teilnehmenden sind nach dem Kurs mit den wichtigsten Prinzipien, Inhalten, Instrumenten und Verfahren des Wald- und Naturschutzrechtes vertraut. Sie lernen die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gesetzen und Verordnungen kennen, damit sie wald- oder naturschutzrechtliche Problemstellungen den relevanten Rechtsnormen zuordnen und einfache Konfliktsituationen methodisch korrekt bearbeiten können.

Was ist der Inhalt ?

Überblick über die Gesetzgebung im Bereich der Walderhaltung, des Naturschutzes und des Jagdgesetzes und deren verfassungsrechtliche Grundlagen. Vertiefung folgender Inhalte:

  • Biotopschutzrecht (allgemeiner und qualifizierter Biotopschutz), Schutz der Ufervegetation

  • Artenschutzrecht nach Natur- und Heimatschutzgesetz, Vorschriften zum Schutz vor gebietsfremden invasiven Arten, Artenschutzrecht nach Jagdgesetz 

  • Landschaftsschutzrecht nach Natur- und Heimatschutzgesetz

  • Entwicklung Waldrecht, Waldbegriff, Rodungsrecht

  • NFA Programmvereinbarungen, Waldbiodiversität und naturnaher Waldbau, Waldbewirtschaftung und Haftung

  • Schutz vor besonders gefährlichen Organismen und Neobiota im Wald

Wie werden wir arbeiten?

Referate zu den einzelnen Kursteilen, Anwendung der vorgestellten Rechtsnormen anhand von Fallbeispielen, Übungen in Form von Gruppenarbeiten und Diskussionen im Plenum.

Zielpublikum

Der Kurs richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bund, Kantonen und Gemeinden, die mit dem Vollzug des Wald-, Naturschutz- und Jagdrechts, mit Fragen zum Erhalt der Artenvielfalt oder Nutzungsvereinbarungen mit der Landwirtschaft zu tun haben, an Umweltverantwortliche in Industrie, Gewerbe und Energieunternehmen, an Vertreter der Landwirtschaft sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Planungs- und Umweltberatungsbüros, die derartige Projekte betreuen.

In diesem Kurs werden keine grundlegenden Prinzipien oder Instrumente des Umweltrechts behandelt. Die Inhalte des Moduls „Umweltrecht für PraktikerInnen“, insbesondere die wichtigsten umweltrechtlichen Instrumente sowie die verfahrensrechtlichen Vorgehensweisen werden als bekannt vorausgesetzt.

Unsere Umweltrechtkurse richten sich einerseits an PraktikerInnen ohne juristische Ausbildung, die mit Rechtsfragen (Genehmigungen, Stellungnahmen, Vernehmlassungen, etc.) zu tun haben, aber auch an Juristinnen und Juristen, die neu mit Umweltrecht in Berührung kommen.